Gutes Geschäftsjahr 2012 für die TPF, die sich den Erwartungen der Öffentlichkeit stellen

Ein attraktives Angebot, das die Kundschaft sehr begrüsst

Die Freiburgischen Verkehrsbetriebe (TPF) haben ihre Entwicklung zugunsten der Kundschaft auch im Jahr 2012 fortgesetzt. Daraus ergeben sich ein stärker konsolidiertes Leistungsangebot und eine bessere Harmonisierung der Fahrpläne, also Verbesserungen, die bei insgesamt 27,7 Millionen beförderten Personen zu einer Steigerung von 5.6% der Benutzung des öffentlichen Verkehrs führten. Die Kunden profitierten dabei von der Einführung des dynamischen Informationssystems zugunsten der Fahrgäste und konnten sich vermehrt auch über die Qualität der Leistungen aussprechen. Der Gewinn aus dem Agora-Verkauf beeinflusst das finanzielle Ergebnis, das bei Gesamteinnahmen in der Höhe von 129,8 Millionen Franken mit einem Überschuss von 5,8 Millionen Franken abschliesst.

Seit September 2012 hat die Kundschaft der TPF die Gelegenheit, sich über die Qualität der Leistungen, die Zweckmässigkeit der Angebote, der Pünktlichkeit oder auch über die Sauberkeit der Fahrzeuge auszusprechen. Das Unternehmen hat dem externen Umfragebüro M.I.S. TrenD den Auftrag erteilt, die Fahrgäste auf dem gesamten Verkehrsnetz, sowohl im Regionalverkehr als auch in den Agglomerationen, einer ständigen Befragung zu unterziehen. Die ersten Quartalergebnisse dieser Umfrage Ende Dezember 2012 und Ende März 2013 zeigen deutlich, dass die Kunden der TPF attraktive Fahrpläne sowie gute Verbindungen wünschen, und dies zu einem vernünftigen Preis.

Diese Feststellung lässt sich durch die Zahl der Verkehrsbenutzer bestätigen, auf der Strasse wie auch auf der Schiene. Mit rund 880'000 Reisenden auf der Konzessionslinie der TPF zwischen Bulle und Romont, spielt die RER Fribourg|Freiburg nach ihrem ersten Betriebsjahr eine entscheidende in diesem Verkehrsumfeld, die die Einzugsgebiete der Agglo Freiburg und MOBUL bedient und die Kommunikationsverbindungen unter ihnen sicherstellt. Die RER schafft die Bedingungen für eine neue Mobilität im bisherigen Verkehrsangebot, vor allem für Pendler, die am Samstag ihrer Arbeit nachgehen oder die Freizeitangebote am Wochenende nutzen. Allein die Zahl der an Wochenendtagen zwischen Bulle und Freiburg verkehrenden Fahrgäste entspricht schon heute der Anzahl der früher an Werktagen mit dem Bus beförderten Personen.

Die Verkehrssparten, in welchen die Kundschaft vordringlich wichtige Verbesserungen erwartet, liegen jedoch nicht alle im Kompetenzbereich der TPF. Das öffentliche Verkehrsangebot wird durch öffentlich-rechtliche Körperschaften wie der Bund, die Kantone, die Agglo und MOBUL bestimmt, während die Preise durch den Tarifverbund Frimobil festgelegt werden. Das Unternehmen pflegt mit all ihren Partnern eine enge Zusammenarbeit, wobei es die Letzteren im Sinne der Kundenerwartungen sensibilisiert und versucht, ein so kohärentes und wirtschaftlich verantwortungsvolles Verkehrsangebot wie nur möglich zu entwickeln.

Ein einheitliches Betriebszentrum

Das Unternehmen hat sich auf die schlecht bewerteten Punkte der Zufriedenheitsumfrage konzentriert, nämlich auf die Bewältigung untragbarer Situationen im Verkehrsnetz, die Information bei Verkehrsstörungen sowie die Bearbeitung der eingehenden Informationen und Reklamationen. Ende 2013 werden sich die Verkehrsbetriebe TPF auf die Hilfe eines neuen Betriebssystems für einen besseren Einsatz der Fahrzeuge während der Stosszeiten verlassen können. Mitte Dezember wird das Unternehmen auch sein neues Betriebszentrum in Bulle einweihen. Von dieser Verkehrszentrale aus wird dann das gesamte Verkehrsnetz der TPF, also der gesamte Eisenbahn-, Bus-, Regional- und Stadtverkehr, geleitet.

Das finanzielle Ergebnis wurde sehr stark vom Verkaufergebnis der AGORA-Produkte beeinflusst, deren Verkaufsfläche im Jahre 2012 über dem Busbahnhof eingerichtet wurde. Die Einnahmen aus dem Reiseverkehr steigern sich um 1,2% auf 40,2 Millionen Franken und die Entschädigungen um 7,4% auf 80,6 Millionen Franken, insbesondere aufgrund der Inbetriebnahme der Regionallinie RE Bulle-Freiburg. Das Betriebsergebnis beläuft sich auf 4,4 Millionen Franken bei einem Nettogewinn von 5,8 Millionen Franken. Auf Ende des Geschäftsjahres 2012 erreichte der Cashflow rund 29,3 Millionen Franken. Am 31. Dezember 2012 zählte die Belegschaft der Verkehrsbetriebe TPF insgesamt 713 Angestellte. Auf der Seite des Aufwandes stellt die Lohnmasse mit einer Zunahme von 2% auf 71,2 Millionen Franken den grössten Ausgabenposten dar. Die Kosten für Energie und Treibstoff nehmen um 7,5% zu und betragen 7,5 Millionen Franken.

 

Freiburg, den 24. Juni 2013.


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