Generalversammlung 2015 der Freiburgischen Verkehrsbetriebe

Die TPF werden eine Gesellschaftsgruppe

Die Freiburgischen Verkehrsbetriebe TPF setzen sich nun aus einer Gesellschaftsgruppe zusammen. Anlässlich der Generalversammlung von Freitag, 17. April 2015, in Bulle, haben die Aktionäre formell die Freiburgischen Verkehrsbetriebe Holding (TPF) AG gegründet, bei der der Kanton Freiburg als Mehrheitsaktionär gilt. Diese neue Struktur erlaubt die Aktivitäten im Bereich des Verkehrs, der Infrastrukturen und des Immobiliensektors klar zu trennen. Das Geschäftsjahr 2014 schliesst mit einem Betriebsergebnis, das einen Überschuss von 2,1 Millionen Franken aufweist. Die Auflösung von Reserven infolge der Strukturänderung bringt einen buchmässigen Gewinn von 6,8 Millionen Franken. Die Zahl der beförderten Personen ist um 1,2 % auf 28.7 Millionen Reisende angestiegen.

Ein wahres Symbol! Die Aktionäre der Freiburgischen Verkehrsbetriebe haben diesen Entschluss anlässlich der Generalversammlung gefasst, die in der alten Halle für Schmalspurfahrzeuge in Bulle stattgefunden hat. Als Kulturgut geschützt, gilt die Halle noch zu den Zeugen aus der Pionierzeit der Eisenbahn im Kanton Freiburg. Es ist auch das einzige Gebäude, das mitten in einem grossen Siedlungs- und Immobilienprojekt rund um den Bahnhof erhalten bleibt.

Aus der Fusion der GFM und der Transports en commun de Fribourg (TF) im Jahre 2000 hervorgegangen, haben die TPF in ihrer Unternehmensentwicklung einen weiteren Schritt vollzogen und die Form einer Holdinggesellschaft angenommen. Als Muttergesellschaft geht die Holding der Freiburgischen Verkehrsbetriebe (TPF) zu 75 % in den Besitz des Kantons Freiburg über (heute 54 %). Die gegenärtigen Anteile der Stadt Freiburg (16 %) und der SBB (5 %) bleiben unverändert. Die Neuverteilung des Aktionariats entspricht dem Willen des Bundes, die Eisenbahninfrastrukturen von den übrigen Geschäftsbereichen zu trennen.

 

Die Holding umfasst die Generaldirektion und die zentralen Dienste und steht über den drei übrigen Gesellschaften: die Freiburgischen Verkehrsbetriebe Infrastruktur (TPF INFRA), die Freiburgischen Verkehrsbetriebe Verkehr (TPF TRAFIC) und die Freiburgischen Verkehrsbetriebe Immobilien (TPF IMMO). Der Bund ist Mehrheitsaktionär der TPF Infra mit 65 % der Aktien. Die Holding besitzt 33,5 % dieser Gesellschaft und gilt als Hauptaktionärin zu 100 % für die beiden anderen Gesellschaften. Auf finanzieller Ebene bedeutet dieser Organisationswechsel sowohl für den Bund als auch für den Kanton einen „kostenneutralen" Vorgang, der infolge eines Verzichts auf bestehende Forderungen zustande kommt. Das neue Unternehmensmodell wird rückwirkend auf den 1. Januar 2015 eingeführt.

Die Gründung dieser vier Gesellschaften erhöht die Transparenz in Bezug auf die Tätigkeiten der verschiedenen Sektoren und regelt deren recht unterschiedliche Finanzierungsmechanismen unter möglichst geringen Risiken. Die Schaffung einer Immobiliengesellschaft wird es mit der Zeit erlauben, den öffentlichen Körperschaften als Aktionäre Dividenden auszuschütten, um eine Selbstfinanzierung der zukünftigen Verbesserungen des öffentlichen Verkehrsangebots zu ermöglichen.

 

Das Jahresergebnis entspricht den Erwartungen

Das Betriebsergebnis entspricht den Erwartungen mit einem Überschuss von 2,1 Millionen Franken. Aufgrund besonderer Einnahmen aus der Auflösung von Abschreibungsreserven im Infrastrukturbereich beträgt der buchmässige Gewinn 6,8 Millionen Franken. Der Geschäftsumsatz überschreitet zum ersten Male die Grenze der 140 Millionen Franken (+4,3 %). Die Ausgaben bleiben stabil, während die Einnahmen zunehmen. Die Entwicklung der Lohnmasse ist im Ergebnis inbegriffen (+ 1,7 %). Die Ausgaben für Energie und Treibstoff sind um 2,7 % gesunken.

Die TPF haben im Jahr 2014 insgesamt 28,7 Millionen Personen befördert (+1,23 %). Die grösste Zunahme wurde mit 4,3 Millionen Passagiere im Bahnsektor verzeichnet (+7,68 %). Mobul, die im vergangenen Jahr mehr als eine Million Reisende befördert hat, konnte in diesem Jahr nur 917‘000 beförderte Personen zählen, da die Transporte für die Greyerzer Messe im Jahr 2014 weggefallen sind. In der Agglomeration Freiburg haben 16,5 Millionen Personen den Bus oder die Standseilbahn benutzt.

 

Freiburg und Bulle, den 17. April 2015


  PDF