Neudimensionierungsprojekt für die Eisenbahnperrons in Montbovon

Moderner Bahnhof in der Tourismusregion

Die Freiburgischen Verkehrsbetriebe (TPF) haben heute Morgen das Projekt des zukünftigen Bahnhofs in Montbovon, Greyerzbezirk, vorgestellt. Auf 20 Millionen Franken veranschlagt sieht das Vorhaben den Bau von mehr als 200 Meter langen Perrons vor, um die Touristenzüge des „TransGoldenPass" aufzunehmen. Die mit den Normen für behinderte Personen im Einklang gebrachten Infrastrukturen des Bahnhofs Montbovon werden ab Dezember 2018 weiterhin als strategische Schnittstelle zwischen den TPF-Linien in Richtung Bulle und der MOB-Bahn zwischen Montreux und Zweisimmen dienen.

Das Dorf Montbovon zählt 260 Einwohner und ist an der Strasse Bulle – Château-d'Oex gelegen. Es gehört zu Freiburger Gemeinde von Haut-Intyamon. Diese Ortschaft besitzt die Besonderheit, einen strategisch wichtigen Bahnhof an der Kreuzung der touristischen Bahnlinien Montreux-Zweisimmen zu betreiben und als Schnittstelle des Intyamons für die Linien Bulle-Greyerz zu dienen. Für den Zeithorizont 2018/2019 wird der Bahnhof in einzigartiger Form noch mit den längsten Bahnperrons des Kantons Freiburg versehen (von mehr als 200 Meter), obschon nur gerade 430 Personen pro Tag den Zug besteigen oder verlassen. 
 
Die Neudimensionierung dieser Schmalspureinrichtungen entspricht den Betriebsanforderungen. Als einziger Bahnknotenpunkt zwischen dem Greyerzbezirk, dem Waadtländer-Oberland und der Waadtländer Riviera, muss der Bahnhof Montbovon immer längere und imposantere Zugkompositionen aufnehmen können. So muss er die mehr als 200 Mehr langen TransGoldenPass-Zugkompositionen und ohne Barrieren auch die neuen regionalen Zugkompositionen der TPF abfertigen können, die die Firma Stadler Rail ab 2015 ausliefern wird.   
 
In Übereinstimmung mit den Normen für behinderte Personen
Auf das Rollmaterial der jüngsten Generation zugeschnitten, sieht das Projekt auch vor, den Bahnhof  an das Behindertengesetz (BehiG) anzupassen, was insbesondere breitere Perrons und eine Unterführung voraussetzt. Ein Erneuern der Sicherheits- und Signalisationseinrichtungen sowie der Steuerung der Rollsysteme für die Züge steht ebenfalls auf dem Programm. Die verschiedenen Informationskanäle für die Reisenden (audiovisuelle und akustische) werden ebenfalls modernisiert und entsprechende Überdachungen werden für den Empfang der Transitreisenden sorgen. Das Bahnhofgebäude wird erhalten bleiben.
 
Finanzierung durch den Bund
Das Projekt umfasst zudem auch eine Betriebszone mit Dienstgeleisen, einer Verladerampe und Einstellhalle. Das gesamte Bauvorhaben wird heute auf 20 Millionen CHF veranschlagt. Beim Bund angemeldet, werden diese Ausgaben im Rahmen des „Fonds für die Finanzierung und den Ausbau der Bahninfrastrukturen (FABI)" vollständig übernommen, der in der Abstimmung von Februar 2014 vom Volk mit 62 % der Stimmen angenommen wurde. 
Das Projekt befindet sich gegenwärtig in der Konsolidierungsphase und steht vor der Erwerbung des notwendigen Baulandes. Gespräche mit den angrenzenden Landbesitzern werden demnächst aufgenommen. Der Kalender sieht vor, das Eidg. Baugesuch im Verlaufe des Jahres 2015 zu beantragen. Die Arbeiten könnten Ende 2016 aufgenommen werden, während die Inbetriebnahme der neuen Bahninfrastrukturen für den Zeithorizont 2018/2019 vorgesehen wird. 
 
Montbovon und Freiburg, den 27. August 2014
 

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