Ergebnisse 2013 der Freiburger Verkehrsbetriebe

Grösseres Leistungsangebot und höhere Produktivität

Die Freiburger Verkehrsbetriebe (TPF) haben sich im Jahre 2013 den Herausforderungen gestellt und zahlreiche zusätzliche Leistungen bei gleichzeitiger Senkung der Produktionskosten erbracht. Das Jahresergebnis schliesst mit einem Einnahmenüberschuss von 1,9 Millionen Franken bei einem Gesamtjahresumsatz von 135 Millionen Franken. Die Inbetriebnahme eines einheitlichen Betriebszentrums, die Erstellung neuer Billetautomaten und die Verbesserung der Information der Reisenden erfolgten in einem Jahr, wo 28,4 Millionen Passagiere die Fahrzeuge der TPF (2,5%) bevorzugt haben. Ende Juni wird weiter auch eine neue Webseite aufgeschaltet.

Das Volumen der im Jahre 2013 erbrachten Verkehrsleistungen der TPF hat um 9,5 % zugenommen. Die regionalen Buslinien, deren Fahrpläne und Fahrzeiten verbessert wurden, weisen eine bis zu 10 % höhere Benutzerquote auf. Die mithilfe von Befragungen in Erfahrung gebrachten Kundenwünschen zu erweiterten Fahrplänen und höheren Fahrplantaktzeiten können nun auch in der Praxis nachgeprüft werden. Da wo das Leistungsangebot attraktiv gestaltet wird, reagiert auch die Bevölkerung positiv. Mit 28,4 Millionen beförderten Personen wurde ein neuer Fahrgastrekord aufgestellt. Eine markante Entwicklung: Mobul hat zum ersten Male die Millionenmarke der beförderten Fahrgäste (+ 37,2%) überschritten. In der Agglomeration Freiburg wurden vor allem auf der Linie 1 Marly – Portes de Fribourg und der Linie 4 Auge – Bahnhof die stärkste Zunahme festgestellt. Auch die Standseilbahn (Funiculaire) überschreitet mit einer Zunahme von 15,1% erstmals die Zahl von 200‘000 Fahrgästen.

Das Jahr 2014 war vor allem durch die Planung, die Durchführung von Studien und der Ausarbeitung zahlreicher Infrastrukturprojekte geprägt. Mehrere Dutzend Dossiers wurden dem Bundesamt für Verkehr zugestellt, um die noch verbleibenden Bahnübergänge vor Ablauf der bis zum 31. Dezember 2014 laufenden Frist zu sanieren. Für den neuen Bahnhof Belfaux-Dorf wurde die Baubewilligung beantragt, während die Planungsstudien für die Bahnhöfe Pensier, Courtepin und Münchenwiler mit dem Ziel abgeschlossen worden sind, diese Bahninfrastrukturen den Normen des Behindertengleichstellungsgesetzes (BehiG) anzupassen und im Rahmen der Weiterentwicklung der RER Fribourg I Freiburg auch auf der Linie Freiburg - Murten den Fahrplantakt von einer halben Stunde einzuführen.

Ein einheitliches Betriebszentrum

Die Inbetriebnahme im Dezember 2013 des einheitlichen Betriebszentrums in Bulle erlaubt, sämtliche im Verkehr befindliche TPF-Fahrzeuge auf dem Bahn- und Strassennetz zu koordinieren. Dies ist eine schweizerische Premiere. Die Gesamtverkehrsübersicht erlaubt neben einem einwandfreien Betrieb auch eine effiziente Beseitigung von Störungen und unvorhergesehenen Ereignissen. Die von dieser Zentrale ausgehende Kundeninformation wird durch die vielseitige Ausstrahlung auf den Bildschirmen und per Lautsprecher in den Fahrzeugen oder auf den Bahnhofperrons effizient verstärkt. Versuchsweise wurde im August 2013 eine interaktive Informationssäule im Bahnhof Bossonnens in Betrieb genommen.

Die Billetausgabe wurde durch den Ersatz des gesamten Billetautomatennetzes vollkommen erneuert und für die Kunden erheblich erleichtert. Acht neue Automaten wurden in den letzten Monaten des vergangenen Jahres zuerst einem Praxistest unterzogen, wonach das gesamte Automatennetz im Frühjahr 2014 nach und nach ersetzt wurde. Gleichzeitig wurde auch die neue „TPF-Card" in Betrieb genommen, die wie ein elektronisches Portemonnaie verwendet werden kann. Bis Ende Juni wird eine neue Webseite mit Verbindungen und Links zu den verschiedenen Sozialnetzwerken aufgeschaltet.

Inanspruchnahme einer Anleihe

Die Einnahmen aus dem Reiseverkehr stiegen um 6,8 % auf 42,9 Millionen Franken, während die Subventionen mit 80,5 Millionen Franken eher stabil geblieben sind. Auf der Ausgabenseite ist eine Zunahme der Lohnmasse von 7% auf insgesamt 76 Millionen Franken zu verzeichnen. Die Energie- und Treibstoffkosten nahmen um 6% zu. Das Betriebsergebnis beläuft sich auf 3,6 Millionen Franken und der Nettoeinnahmeüberschuss auf 1,9 Millionen Franken bei einem Gesamtjahresumsatz von nahezu 135 Millionen Franken (+ 3,8%). Zum ersten Male haben die Freiburger Verkehrsbetriebe auf eine Anleihe zurückgegriffen. Die Investitionen im Jahre 2013 erreichten einen beachtlichen Betrag von 61,5 Millionen Franken. Am 31. Dezember 2014 haben die TPF insgesamt 780 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt (716.8 Vollzeitstellen-Prozente).

 

Freiburg, den 11. Juni 2014.


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