Die TPF erneuern den gesamten Billettautomatenpark

Die neuen Automaten geben das Rückgeld zurück

Die Freiburgischen Verkehrsbetriebe (TPF) haben ihre Wahl für die neuen Billettautomaten getroffen. Die Automaten geben das Rückgeld zurück und können mit den üblichen Zahlungsmitteln betrieben werden. Sie werden ab 2013 nach und nach aufgestellt, wobei die vollständige Inbetriebnahme bis im Sommer 2014 abgeschlossen sein soll. Die komplette Erneuerung des Automatenparks ist Teil der neuen und globalen Billettausgabestrategie mit einer Diversifizierung der Geräte, um den verschiedenen Kundenansprüchen Rechnung zu tragen. Die damit verbundene Investition beläuft sich auf 3,5 Millionen Franken.

Der Verwaltungsrat der TPF hat am Mittwoch 27. März 2013 offiziell beschlossen, den Zuschlag für die Beschaffung der Automaten der deutschen Firma Krauth Technologie zu erteilen, die in der Schweiz durch die Gesellschaft Bill in Worb vertreten wird. Die Kommanditäre wurden bei den strategischen Überlegungen, die der öffentlichen Ausschreibung vorausgegangen ist, beigezogen.

Der Handel bezieht sich auf eine Gesamtsumme von 3.5 Millionen Franken. Die komplette Bestellung umfasst:

  • 110 stationäre Stadtautomaten (Agglo Freiburg und Mobul)
  • 30 stationäre Vollautomaten (Haupthaltestellen und Bahnhöfe)
  • 165 mobile Verkaufsgeräte für die Buschauffeure (Regionalbusse)
  • 11 in Fahrzeugen fest eingebaute Automaten (Schmalspurbahnen)
  •   ein zentrales Betriebssystem für den Automatenpark

Die Firma Bill-Krauth, die sich auf Produkte für öffentliche Verkehrsbetriebe mittlerer Grösse spezialisiert hat, lieferte in der Schweiz schon ähnliche Apparate an die Betriebe in Martigny, Thun, Biel und dem Raum Chablais. Die Billettautomaten werden auch in Deutschland vielfach verwendet, so in den Grossräumen Karlsruhe, Hamburg, Potsdam, Brandenburg und Erfurt.  

Inbetriebnahme ab Ende 2013

Die ersten Automaten werden für Ende 2013 erwartet. Sie integrieren alle Funktionalitäten und Vorschriften des Bundesgesetzes über die Beseitigung von Benachteiligungen von Menschen mit Behinderungen (BehiG), das am 1. Januar 2014 in Kraft treten wird. Die Vertreter der Behindertenverbände und -organisationen werden bei der Umsetzung des neuen Billettausgabesystems eng beteiligt, um so nah wie möglich auf ihre Erwartungen und Bedürfnisse eingehen zu können.

Die Einführung der Automaten wird mit einer breiten öffentlichen Informationskampagne unterstützt. Parallel dazu wird die Handhabung dieser Automaten ab Herbst 2013 auch im Kurs „Mobil sein und bleiben" als neues Thema aufgenommen. Neben den schon traditionellen Kursen in Freiburg, Bulle, Romont und Düdingen, werden neue Kurse auch in Châtel-St-Denis und Estavayer-le-Lac stattfinden.

Das zentrale Betriebssystem gestattet die Kontrolle und wenn nötig eine rasche Intervention in diesem ständig im Betrieb stehenden Automatennetz. Die Automaten werden mit Sicherheits- und Alarmanlagen ausgestattet.

Die TPF geben durch die verschiedenen Verkaufskanäle jedes Jahr rund 3 Millionen Fahrkarten aus. Mit einem Anteil von über 20 % verkaufter Billette in den Stadtzonen von Freiburg und Bulle wurde das SMS-Billett schon im ersten Jahr zum Topschlager. Dies entspricht dem Verkauf von rund 250‘000 Billetten Optimistische Voraussagen gehen sogar von einem SMS-Verkauf von bis zu 400‘000 Billetten für das Jahr 2013 aus.

 

Freiburg, den 27. März 2013.


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