Neuer Fahrplan ab Dezember 2017

Kombinierte Mobilität im Kanton Freiburg neu überdacht

Ab Sonntag, 10. Dezember 2017, werden die neuen Fahrpläne des öffentlichen Verkehrs in Kraft treten. Die Fahrplanänderungen 2018 stellen für das Netz der Freiburgischen Verkehrsbetriebe (TPF) eine wichtige Etappe dar. Denn es handelt sich um die grösste Fahrplanänderung in der Geschichte des Unternehmens. Zahlreiche Verbesserungen des Angebots werden eingeführt und betreffen alle Bezirke. Die Entwicklung der RER Fribourg│Freiburg setzt sich fort und wird fortan mehr Züge, mehr Plätze und bessere Anschlussverbindungen bieten. Die Erschliessung des Busnetzes wurde ebenfalls neu überdacht und wird an Effizienz gewinnen. Dadurch vermehren sich auch die Möglichkeiten, vermehrt eine kombinierte Mobilität in den Bezirken des Kantons Freiburg sowie in den Agglomerationen Bulle und Freiburg zu nutzen.

Der Fahrplan 2018 erzeugt wichtige Änderungen im öffentlichen Verkehrsangebot des Kantons Freiburg. Eine sehr umfassende Optimierung des Busnetzes erfolgt in den Bezirken Glane, Vivisbach und Greyerz. Die Broye wird dank verbesserter Anschlussverbindungen für die Reisenden ebenfalls zugänglicher und Freiburg verstärkt seinen Anschlussknotenpunkt ebenfalls. 

Eine bessere Erschliessung durch den Bus in den Bezirken Glane, Vivisbach und Greyerz

Neue Linien und neue Anschlussverbindungen versprechen eine Verbesserung der regionalen Erschliessung. Die neue Linie 455 erstreckt sich zwischen Romont, Le Crêt und La Verrerie. Die Linie 471 erschliesst inskünftig die Ortschaften Romont, Massonnens, Grangettes, Le Châtelard, Sorens und Bulle. Die Dörfer Estévenens und Villariaz werden durch die Linie 482 erschlossen, die ebenfalls die neue Erschliessung zwischen Estévenens, Vuisternens und Sommentier einschliesst. 

Zwei andere neue Linien, nämlich die 474 und 478, erschliessen beziehungsweise Romont – Ursy – Vauderens und Romont – Dompierre – Lucens. 

Die Taktfahrpläne der Linien 213 Vevey – Châtel-St-Denis und 216 Vevey – Bossonens werden optimiert und verbessern die Anschlussverbindungen in Châtel-St-Denis, Bossonnens und Vevey. 

Die neue Linie 258 Bulle – Oron-la-Ville sichert für die Studenten in beiden Richtungen die Verbindungen zwischen dem Vallée du Flon, Maules, Romanens und Bulle via Vuisternens.
 

Eine neue Direktverbindung wird an den Wochenenden über die Linien 213 Vevey – Châtel-St-Denis und 292 Châtel-St-Denis – Les Paccots zwischen Vevey und Les Paccots angeboten. 

Ab 10. Dezember 2017 ist der Bahnhof Estavannens definitiv geschlossen. Die Buslinie 264 Bulle – Estavannens – Grandvillard entwickelt sich indes weiter. Sie wird von Montag bis Freitag inskünftig achtmal die Industriezonen Enney, Grandvillard und Estavennens erschliessen.  

Entwicklung der Eisenbahn im Süden des Kantons

Der Fahrplantakt von einem Zug alle 30 Minuten wird zwischen Bulle, Romont und Fribourg│Freiburg aufrechterhalten. Die Reisenden nach Bern werden diese Linie weiterhin benutzen können, da jeder zweite Zug bis in die Landeshauptstadt verlängert wird. Abends verkehrt ein Zug alle Stunden zwischen Bulle und Fribourg│Freiburg. Die Fahrpläne werden um einige Minuten angepasst. Die Züge dieser Linie werden von nun an alle durch die TPF betrieben und nicht mehr durch die SBB, die bisher die Verbindung Bulle – Bern sicherstellten. In Fribourg│Freiburg werden die Anschlüsse mit den Linien S20 und S21 in Richtung Neuenburg und Ins verbessert. 

Die InterRegio-Züge Genf-Flughafen – Genf – Lausanne - Fribourg│Freiburg – Bern – Luzern werden inskünftig alle Stunden in Nyon, Morges, Palézieux und Romont anhalten. Damit erhalten diese regionalen Städte auch eine direkte Verbindung von und nach Genf-Flughafen – Bern – Luzern. Die meisten Verbindungen auf diesen Linien erfolgen durch zweistöckige Fernzüge der SBB. Der Netzzweig Romont – Palézieux der RegioExpress-Züge Bern – Romont – Bulle/ – Palézieux wird aufgehoben. Der Netzzweig Lausanne – Palézieux – Romont der RegioExpress-Züge Genf – Lausanne – Romont / – Vevey wird nach Vevey umgeleitet. 

Der alternierende Verkehr auf den Linien S50 und S60 wird ebenfalls verbessert. Er erlaubt somit von Montag bis Freitag einen 30-minütigen Fahrplantakt zu den Spitzenzeiten zwischen Bulle und Palézieux in Richtung Lausanne. Für die Reisenden, die zu später Stunde noch von Lausanne nach Châtel-St-Denis und nach Bulle reisen wollen, erfolgt der Dienstschluss unter der Woche eine Stunde und am Wochenende 2 Stunden später. Die Linie S50 verbindet Palézieux wieder mit Montbovon ohne Umsteigen in Bulle. Auch in Palézieux werden sehr gute Anschlussverbindungen von und in Richtung Payerne, Fribourg│Freiburg, Bern und Lausanne sichergestellt. 

Verbesserte Taktfahrpläne für das Mobul-Netz

Das Mobul-Netz wird mit der Umstellung auf den 15-minütigen Fahrplantakt auf der Linie 1 La-Tour-de-Trême – Riaz und der Linie 2 Morlon – Vuadens, von Montag bis Freitag, eine grosse Änderung erfahren. Das Quartier Palud wird in Bulle ebenfalls durch die Linie 2 erschlossen, die einen Umweg durch dieses Quartier zurücklegt. 

Auf der Linie 3 Bahnhof – Planchy wird zu den Spitzenzeiten der Halbstundentakt eingeführt. 

Netzerweiterung im Seebezirk

Im Bereich der Eisenbahn, verkehrt die Linie S21 inskünftig bis nach Ins und verbessert dadurch die Erschliessung von Montag bis Freitag im Halbstundentakt zwischen Freiburg, Murten und Ins. Die Bahnhöfe von Pensier und Münchenwiler-Courgevaux wurden vollständig renoviert, um das neue Angebot zu ermöglichen und wurden gleichzeitig an das Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) angepasst. Die Anschlussverbindungen für die InterRegio-Züge nach Romont und Bulle werden in Freiburg wiederhergestellt.
 
Die Buslinie 530 Kerzers – Sugiez – Lugnorre wird neu bis nach Kerzers verlängert, was zu einer besseren Verbindung zwischen der Region Vully und der Stadt Bern führt.
 

Bessere Anschlussverbindungen im Broyebezirk

Im Broyebezirk werden die Fahrplanzeiten der S30 Fribourg│Freiburg – Payerne – Yverdon-les-Bains um 15 Minuten verschoben. Der Halbstundentakt wird unter der Woche aufrechterhalten. In Payerne werden die Anschlussverbindungen von und nach Murten, Moudon, Palézieux und Lausanne verbessert. In Yverdon-les-Bains werden die Anschlussverbindungen zu den InterCity-Neigezügen (ICN-Züge) von und nach Genf-Flughafen und Lausanne ebenfalls verbessert. 

Die Linie 544 Avenches – Domdidier -  Gletterens bietet zusätzliche Anschlussverbindungen zu den RER-Zügen nach Lausanne und nach Kerzers sowie auch zu den Buslinien in Richtung Waadtländer Vully. Die Linie 544 führt keinen Umweg mehr über Villarepos durch und verkehrt ohne Umsteigen von Freiburg direkt nach Gletterens. Diese Änderung erlaubt einen Zeitgewinn auf der Strecke zwischen Freiburg und Avenches. Die Linie 556 (Villarepos – Domdidier – Gletterens – Rueyres-les-Prés) wird bis nach Villarepos und Rueyres-les-Prés verlängert. Dadurch sind Anschlussverbindungen mit der Linie 544 in Donatyre möglich. 

Die übrigen Linien erfahren nur geringfügige Änderungen.

Neuorganisation der Fahrpläne der Agglomeration Freiburg

Um während des gesamten Jahres eine bessere Kontinuität zu gewährleisten, werden die grossen Verkehrsperioden vereinfacht. Die Sommerzeit wird in « Ausserschulzeit » umbenannt. Damit wird es nur noch zwei Verkehrsperioden geben: die « Schulzeit » und die « Ausserschulzeit ». Die Busverkehrsfrequenz wird während des Sommers wesentlich erhöht. Eine Vereinheitlichung der Fahrpläne des regionalen Busverkehrs mit denjenigen der Eisenbahnlinien wird ebenfalls eingeführt. 

Eine Neuorganisation der Busfahrpläne bietet flüssigere Taktfahrpläne in der Agglomeration Freiburg. Die neuen Fahrpläne der Linie 1 (Portes-de-Fribourg – Marly, Haltestelle Gérine), erlauben den Reisenden direkte Anschlussverbindungen nach Bern via Bahnhof Freiburg Poya, ohne durch das Stadtzentrum verkehren zu müssen.  Auf der Linie 4 (Auge, Sous-Pont – Freiburg Bahnhof), wird während den Spitzenzeiten morgens eine zusätzliche Verstärkung zwischen der Unteren Matte und dem Bahnhof Freiburg eingeführt, um den Reisenden auf dieser stark benutzten Linie mehr Komfort anzubieten. Das Angebot der Linie 6 wird am Sonntagmorgen weiter ausgebaut und wird anstelle des Halbstundentakes einen Bus alle Viertelstunden anbieten. Auf der Linie 8 werden zwei Kurspaare hinzugefügt, so dass von 0600 bis 0700 Uhr und 1600 bis 1700 Uhr ein Bus alle 15 Minuten zwischen Freiburg und Corminboeuf verkehrt. Die Linie 9, die den Bahnhof Freiburg mit Givisiez, La Faye verbindet, wird während der Schulzeit und unter der Woche bis zur Haltestelle Pérolles-Charmettes verlängert, um die Kapazitäten auf dieser stark benutzten Linie zu erhöhen. Abends bleiben die Linien 8 und 9 jedoch getrennt, um die letzten Reisenden nach Hause zu bringen. Die Linie 11, die den Bahnhof Freiburg mit dem Bahnhof Rosé verbindet, wird inskünftig bei der Haltestelle Moncor eingestellt, da diese Strecke schon durch die Linie 2 erschlossen wird. Die Fahrplanzeiten der Linien 2, 3 und 6 werden sich ebenfalls verschieben. 

In Marly verbinden die automatischen Shuttlebusse via Haltestelle Marly Cité das Marly Innovation Center (MIC) mit dem öffentlichen Verkehrsnetz der Agglomeration (Linie 1 Marly – Portes-de-Fribourg) und dem regionalen Busnetz des Kantons Freiburg (Linien 129, 130, 231, 233, 234, 245). Mit einer Länge von 1,3 km, umfasst die neue Linie 100 auch 4 neue offizielle Haltestellen, die von Montag bis Freitag, jeweils von 0630 bis 1900 Uhr erschlossen werden. 

Saane- und Sensebezirk

Die Linien dieser Bezirke erfahren nur geringfügige Änderungen und ihre Fahrpläne werden angepasst, um die Anschlussverbindungen sicherzustellen. 

Baustellen

Das Jahr 2018 wird durch zahlreiche Bahn- und Strassenbaustellen gekennzeichnet sein. Die Bauarbeiten für die Bahnhöfe Courtepin, Givisiez und Montbovon werden eine mehrwöchige Schliessung mehrerer Strecken des TPF-Bahnliniennetzes erfordern. Der Einsatz von Ersatzbussen ist geplant. Mehr Informationen dazu können auf der Webseite tpf.ch abgerufen werden. 

Entwicklung der Information für die Reisenden

Um die Kundschaft bei der Benutzung des öffentlichen Verkehrs noch besser informieren, sehen die TPF mehrere Massnahmen für die Entwicklung der Information zugunsten der Reisenden vor. So werden die TPF ab Sommer 2018 in progressiver Form die Echtzeitinformation auf ihrem Bildschirmnetz in der Agglomeration Freiburg einführen. Zudem ist auch die Entwicklung eines WhatsApp-Kanals im Gange, um die Reisenden in Echtzeit über Verkehrsstörungen, Baustellen oder Neuigkeiten bezüglich des Linienbetriebs zu informieren. Die Reisenden werden diese Dienstleistung entsprechend ihrer Region abonnieren können. Weiter werden die Webseite und die Applikationen der TPF mit interaktiven und animierten Netzkarten erweitert, die ein verfeinertes Zoomen auf die Karten ermöglicht. Die Letzteren werden auch Echtzeitinformationen über den Linienbetrieb enthalten. 

Freiburg, den 22. November 2017.

Broschüre RER

Neuheiten 2018

 


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