Präsentation der Ergebnisse des Studienauftrags für das Quartier des Taconnets

In Givisiez entsteht ein neues Zentrum

Die Freiburgischen Verkehrsbetriebe (TPF), die Gemeinde Givisiez und der Präsident des Expertengremiums haben am Montag, 5. Dezember 2016 die zukünftige Gestalt des Quartiers des Tacconets im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt. Der Studienauftrag (SA) ist der erste Schritt in der Umgestaltung und Entwicklung dieses Standorts. Eng damit verknüpft ist die Erneuerung des Bahnhofs Givisiez, dank welcher die Bewohner des neuen urbanen Zentrums in drei Minuten in die Kantonshauptstadt gelangen können.

Der heutige Bahnhof Givisiez ist zu klein und entspricht den Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes (BehiG) nicht mehr. Damit die Auflagen erfüllt werden können, muss der Bahnhof saniert und verschoben werden. Diese Massnahmen ermöglichen einen erleichterten Zugang zu den Perrons sowie die Einführung des vorgesehenen Halbstunden-Takts zwischen Freiburg-Murten/Murten und Ins per Dezember 2017. Die Erneuerung des Bahnhofs und das Projekt des SA für das Quartier des Taconnets sind eng miteinander verbunden und schaffen für die Einwohner von Givisiez ein neues urbanes Zentrum. Konkret zeigt sich diese Verbindung durch einen vereinfachten Anschluss zwischen dem neuen Bahnhof und der Esplanade des zukünftigen, dem öffentlichen Verkehr gewidmeten Quartiers.

Ergebnisse des Studienauftrags

Der Studienauftrag für das Quartier des Taconnets wurde im Februar 2016 lanciert. Acht Architekturbüros wurden eingeladen, ein städtebauliches Projekt zu entwickeln. Sieger ist das Projekt «HUB-ITAT» des Architekturbüros Richter Dahl & Associés in Lausanne. Der SA hat das Ziel einer kompletten Neugestaltung des Quartiers des Tacconets erfüllt. Es werden neue Lebens-, Arbeits- und Freizeiträume sowie einige Gewerbeflächen entstehen. Auf der vorgesehenen Fläche von insgesamt 60'000 m2 werden 500 Wohnungen für mehr als 1'000 neue Bewohner geschaffen, dazu kommen 150 Arbeitsplätze und 700 unterirdische Parkplätze. Auf einen Zeithorizont von ungefähr 15 Jahren entspricht diese Entwicklung Investitionen von rund CHF 200’000’000.-. Mit der Lancierung des Detailbebauungsplans (DBP) Anfang 2017 steht der nächste Schritt bevor.

Der SA erfüllt ebenfalls die Aufwertungsstrategie für TPF-Flächen und entspricht einer nachhaltigen Sichtweise. Diese trägt gleichzeitig dem Bedürfnis nach Mobilität, aber auch den demografischen und urbanen Erfordernissen des Kantons Freiburg Rechnung. 

Freiburg, 5. Dezember 2016. 


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