Bauprogramm Châtel-St-Denis

Für die Versorgung der alten und neuen Bahnhofsektoren wird ein Fernheizwerk errichtet

Im Juni 2018 eröffneten die Freiburgischen Verkehrsbetriebe Immobilien (TPF IMMO) AG zwei Wettbewerbe für ihr umfangreiches Stadterneuerungsprojekt auf dem Gelände des alten und des neuen Bahnhofs von Châtel-St-Denis. Zuerst den Architekturwettbewerb, um die Konzeption der sieben zukünftigen Gebäude dieser neuen Quartiere zu entwerfen sowie einen Generalunternehmenswettbewerb für den Bau eines Fernheizwerks (FHW), das diese Quartiere später versorgen soll.

Die Freiburgischen Verkehrsbetriebe Immobilien (TPF IMMO) AG entwickeln seit mehreren Monaten ein umfangreiches Stadterneuerungsprojekt im alten und neuen Bahnhofssektor von Châtel-St-Denis. Der Sektor "En Fossiaux", der sich auf den Perimeter des neuen Bahnhofs erstreckt, wird rund 160 Wohneinheiten, 300 Einwohner, 150 Arbeitsplätze und 370 Tiefgaragenplätze aufnehmen. Im zweiten Sektor, "Bahnhof Châtel-St-Denis", der sich auf den Perimeter des heutigen Bahnhofs beschränkt und verschwinden wird, soll im Norden die neue Stadtverwaltung entstehen, wobei auch hier 300 Wohnungen für nahezu 600 Einwohner, 120 Arbeitsplätze und 425 Tiefgaragenparkplätze errichtet werden sollen. Die Umsetzung dieser Grossprojekte werden mehr als 15 Jahre Bauzeit in Anspruch nehmen und einen finanziellen Aufwand von rund 200 Millionen Franken erfordern. 
 
Der Architekturwettbewerb wurde im Juni 2018 ausgeschrieben. Mehrere Architekturbüros wurden anschliessend zur Teilnahme eingeladen. Dieses Verfahren hat jedoch die Besonderheit, dass jedes Architekturbüro von Beginn des Wettbewerbs an mit einem Bauunternehmen assoziiert wird. In beiden Sektoren werden sieben Gebäude mit Mischnutzungen (Wohn-, Geschäfts-, Arbeits- und Büroflächen) errichtet. Sie stellen die ersten Bauabschnitte in diesen beiden Sektoren dar, die sich in einem tief greifenden städtebaulichen Wandel befinden. Sie sollen gleichzeitig zu neuen urbanen, gemischten, intermodalen, attraktiven und emblematischen Polen der Stadt und des Kantons werden. Die Ergebnisse werden für das Frühjahr 2019 erwartet.
 
In einer ersten Phase werden vier Gebäude in den Sektoren des alten und des neuen Bahnhofs errichtet. Sie erfordern eine Investition von 60 Millionen Franken und Ihre Inbetriebnahme ist für den Zeithorizont 2022 vorgesehen. Im Anschluss daran werden verteilt auf beide Sektoren zehn zusätzliche Gebäude erstellt. Ihre Bauzeit wird sich bis in Jahr 2035 erstrecken. 
 
Ein Generalunternehmenswettbewerb für ein betriebenes Fernheizwerk
 
Gemäss den Vorschriften der Detailbebauungspläne (DBP) für die Sektoren "En Fossiaux" und "Gare de Châtel-Saint-Denis", müssen alle Neubauten an ein Fernheizwerk (FHW) angeschlossen werden. Da die derzeit bestehenden FHW-Anlagen nahe an der Höchstgrenze ihrer Produktionskapazität liegen, hat die TPF IMMO nach einer Reihe von Forschungsstudien mit Ingenieurbüros und spezialisierten Unternehmen im Jahre 2015 beschlossen, ein eigenes Fernheizwerk zu entwickeln und zu bauen, dessen Produktion fast zu 100% auf erneuerbaren Energie beruht.  
 
Um diese Neuentwicklung der TPF IMMO zu realisieren, wurde ein Wettbewerb durchgeführt, der zur Einladung von fünf Energiegeneralunternehmen führte. Die fünf eingeladenen Unternehmen haben die Ausschreibungsunterlagen heute erhalten. Die Angebote der Unternehmen werden für den 28. September 2018 erwartet. Die Auswahl des Gewinnerunternehmens wird Ende Oktober erfolgen. 
 
Die Inbetriebnahme des Fernheizwerks ist für die zweite Jahreshälfte 2020 geplant und wird sich auf rund 7 Millionen Franken belaufen.
 
Eine konzertierte und kohärente Entwicklung der öffentlichen Räume
 
Parallel dazu haben die TPF IMMO und die Gemeinde Châtel-St-Denis auch eine gemeinsame Initiative zur Gestaltung der grossen öffentlichen Räume im neuen und alten Bahnhofsektor lanciert. Der neue Busbahnhof und die öffentlichen Plätze, die einerseits im Herzen des Sektors "En Fossiaux" und andererseits rund um das Gebäude der neuen Gemeindeverwaltung entstehen werden, wurden in die Diskussionen einbezogen. Dieser Prozess wurde schon im Februar dieses Jahres eingeleitet und wird in diesem Sommer abgeschlossen. Um die Funktionalität der Bahnhofsschnittstelle und die Attraktivität der zukünftigen Stadtteile zu maximieren, werden diese Entwicklungen in Koordination mit der Inbetriebnahme der Bahnhofstation und den verschiedenen Bauabschnitten durchgeführt.
 
Freiburg, 29. Juni 2018

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