Alle Ampeln für das zukünftige TPF-Zentrum in Givisiez stehen auf grün

Die ersten Ausschreibungen für den Bau sind veröffentlicht.

Das Projekt des vereinten Unterhalts- und Betriebszentrums der Freiburgischen Verkehrsbetriebe (TPF) in Givisiez geht nun in die Realisierungsphase. Der Erteilung der Baubewilligung steht nichts mehr im Wege. Der erste Spatenstich ist für Ende Juni vorgesehen. Um dem Baubeginn vorzugreifen, werden die ersten Ausschreibungen im Wert von 45 Millionen Franken am kommenden Freitag erscheinen. Am 1. Januar 2019 werden 500 Personen an diesem Standort ihren Dienst aufnehmen, der aus vier Bauten von einer überbauten Nutzfläche von insgesamt 43'000 m2 bestehen wird. Der Kostenvoranschlag für diese Bauarbeiten beläuft sich auf 120 Millionen Franken.

Das Projekt des gemeinsamen Unterhalts- und Betriebszentrums der TPF wurde im September 2015 in Form von sechs Baubewilligungsgesuchen öffentlich aufgelegt und durchläuft das Verwaltungsverfahren mit Erfolg. Die fünf von Dritten oder Vereinen eingereichten Einsprachen konnten zur Zufriedenheit aller Beteiligten in einer Rekordzeit von nur zwei Monaten ausgeräumt werden. Nach seiner Überweisung an die Raumplanungs-, Umwelt- und Baudirektion (RUBD) im Dezember 2015, wurde das Projekt den betroffenen kantonalen Behörden sowie dem Bundesamt für Verkehr zur Prüfung überwiesen. Es wird in den kommenden Wochen dem Oberamt des Saanebezirks für die Erteilung der sechs Baubewilligungen zugestellt.

Der ursprüngliche Terminplan wurde eingehalten

Um den nächsten Etappen vorzugreifen und den Bauterminplan einzuhalten, werden die TPF schon am kommenden Freitag eine Reihe von Ausschreibungen in der Höhe von 45 Millionen Franken bekanntgegeben. Es handelt sich um 12 Lose, die auf 7 öffentliche Aufträge verteilt sind, darunter die Rohbauausführung mit Dachstuhl-, Erdbewegungs- und Maurerarbeiten. Eine zweite Ausschreibung von 32 Aufträgen (37 Lose) für einen Betrag von 40 Millionen Franken erfolgt im kommenden Sommer, während eine dritte Ausschreibung für anfangs 2017 vorgesehen ist (16 Aufträge, 19 Lose, 10 Millionen Franken). 

Das Unternehmen hat um eine Bewilligung für eine sofortige Aufnahme von Vorbereitungsarbeiten ersucht, die es schon Ende März 2016 aufnehmen will. Es handelt sich um die Versetzung einer Kanalisation und die Teilabdeckung des Tiguelet-Baches. Diese Arbeiten werden noch vor Ostern vergeben. Der erste Spatenstich erfolgt Ende Juni. Die Abnahme des Bauwerks ist für Herbst 2018 und die Inbetriebnahme des Standortes für den 1. Januar 2019 vorgesehen. 

Neue Organisation

Parallel zu den Arbeiten im Gelände werden die TPF die riesige Baustelle der internen Reorganisation in Rahmen des Unternehmens fortsetzen. Nach der Annahme der juristischen Form einer Holding mit vier Gesellschaften im Jahr 2015 und der Neuverhandlung des Gesamtarbeitsvertrages, bereiten sich die TPF nach und nach darauf vor, mit ihrer gesamten Belegschaft an den zukünftigen Standort in Givisiez umzuziehen. Dabei werden sämtliche Prozesse und Organisationsgrundsätze überarbeitet, um dieses moderne Arbeitswerkzeug für die Weiterentwicklung des Mobilitätsangebots im Kanton Freiburg auch entsprechend zu nutzen.

Die Freiburgische Verkehrsbetriebe-Holding (TPF) AG besteht aus einer Gruppe von vier Gesellschaften, die in den Bereichen öffentlicher Verkehr, Eisenbahninfrastrukturen und Immobilien tätig ist. Die Gruppe beschäftigt mehr als 800 Personen.

Freiburg und Givisiez, den 17. März 2016


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