Neue Unternehmensstrukturen für die Freiburgischen Verkehrsbetriebe

Eine einzige Marke für vier Firmen

Die Freiburgischen Verkehrsbetriebe (TPF) AG werden sich eine neue juristische Organisation geben, um die bevorstehenden Herausforderungen in der Branche des öffentlichen Verkehrs gelassen zu meistern. Ab Januar 2015 werden die TPF in vier verschiedene Firmen gegliedert und unter einem Holdingmodell zusammengeführt, wobei das gemeinsame bisherige Firmenzeichen, das durch die bekannten « roten Farbpunkte » symbolisiert wird, behalten wird. Diese Firmenlösung verstärkt die Freiburger Verankerung der Gesellschaft und wird es dem Kanton sowie der Stadt Freiburg mit der Zeit gestatten, Dividenden aus dem Immobiliensektor zu beziehen. Die neue Struktur wird auch die Anforderungen des Bundes im Bereich der Bahninfrastrukturen erfüllen.

Aus der Fusion der GFM und der Verkhersbetriebe von Freiburg und Umgebung (TF) im Jahre 2000 hervorgegangen, werden die TPF in ihrer Unternehmensentwicklung einen weiteren Schritt vollziehen und die Form einer Holdinggesellschaft annehmen. Ab 1. Januar 2015 wird die Muttergesellschaft, die Holding der Freiburgischen Verkehrsbetriebe (TPF) zu 75 % in den Besitz des Kantons Freiburg gelangen (heute 54 %). Die Anteile der Stadt Freiburg (16 %) und der SBB (5 %) bleiben dabei unverändert. Die Neuverteilung des Aktionariats entspricht dem Willen des Bundes, die Eisenbahninfrastrukturen von den übrigen Geschäftsbereichen zu trennen.

Die Holding wird die Generaldirektion und die zentralen Dienste umfassen und über den drei übrigen Gesellschaften stehen: die Freiburgischen Verkehrsbetriebe Infrastruktur (TPF Infra), die Freiburgischen Verkehrsbetriebe Trafic (TPF Trafic) und die Freiburgischen Verkehrsbetriebe Immobilien (TPF Immo). Der Bund wird Mehrheitsaktionär der TPF Infra mit 66.5 %. Die Holding wird 33,5 % dieser Gesellschaft besitzen und gilt als Hauptaktionärin zu 100 % für die beiden anderen Gesellschaften. Auf finanzieller Ebene bedeutet dieser Organisationswechsel sowohl für den Bund als auch für den Kanton einen kostenneutral Vorgang, der infolge eines Verzichts auf bestehende Forderungen zustande kommt.

Die Gründung dieser vier Gesellschaften erhöht die Transparenz in Bezug auf die Tätigkeiten der verschiedenen Sektoren und regelt deren recht unterschiedliche Finanzierungsmechanismen unter möglichst geringen Risiken. Die Schaffung einer Immobiliengesellschaft wird es mit der Zeit erlauben, den öffentlichen Körperschaften als Aktionäre Dividenden auszuschütten, um eine Selbstfinanzierung der zukünftigen Verbesserungen des öffentlichen Verkehrsangebots zu ermöglichen.

Ein Gesamtarbeitsvertrag und eine starke Identität

Die Geschäfts- und die Betriebsführung der neuen Organisation werden bei aller Umsicht einfach und effizient gestaltet. Die Verwaltung der drei Tochtergesellschaften Infra, Verkehr und Immo werden der Generaldirektor als Delegierte des Verwaltungsrates übertragen, sowie zwei weiteren Generaldirektionsmitglieder. Die vier Gesellschaften werden unter einem gemeinsamen Firmenzeichen auftreten, dessen Logo unverändert bleibt. Der gegenwärtige Gesamtarbeitsvertrag wird alle Gesellschaften abdecken. Den Angestellten wird die Arbeitsplatzmobilität auch weiterhin garantiert. Der Vorschlag für die neuen Strukturen und der Umsetzungsplan werden der Generalversammlung der Aktionäre vom 27. Juni 2014 unterbreitet. Eine ausserordentliche Generalversammlung wird diesen Prozess am 17. April 2015 mit retroaktiver Wirkung auf den 1. Januar 2015 noch definitiv absegnen.

Freiburg, den 16. Mai 2014.


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