Tauchen Sie auf der Messe Comptoir de la Veveyse in das «Programm Châtel-St-Denis» ein

Das neue Gesicht der Vivisbacher Bahnhöfe

Anlässlich des 20. Jubiläums der Messe Comptoir de la Veveyse, die vom 23. bis 27. Oktober 2019 in Châtel-St-Denis stattfindet, laden die Freiburgischen Verkehrsbetriebe (TPF) das Publikum zu einem aussergewöhnlichen und einzigartigen immersiven Erlebnis ein, das dieses direkt in eines der grössten Projekte der TPF katapultiert: das «Programm Châtel-St-Denis». Am Stand Nr. 89 präsentieren die TPF das Gesamtprojekt, die neuen Bahninfrastrukturen, die damit verbundenen Infrastrukturen (Gemeinde und Kanton) und das Immobilienprojekt.

Am Stand Nr. 89 der Messe Comptoir de la Veveyse bieten die Freiburgischen Verkehrsbetriebe den Besuchern die Möglichkeit, in das «Programm Châtel-St-Denis» einzutauchen. Das Konzept des Stands ist bewusst auf eine aktive Teilnahme der Besucher angelegt. Die Teilprojekte von TPF INFRA, TPF IMMO und TPF TRAFIC werden dem Publikum über einen interaktiven Film enthüllt, in dem sie eine Reise in die Zukunft unternehmen und den neuen Bahnhof von Châtel-St-Denis sowie das umliegende Bahnhofsquartier begehen können.
 
Präsentation der Grundzüge des «Programms Châtel-St-Denis»
 
Das auf über 250 Millionen Franken veranschlagte Projekt «Programm Châtel-St-Denis» umfasst die Verlegung des Bahnhofs, den Bau eines neuen Kantonsstrassen-Abschnitts, die Revitalisierung des Tatrel-Bachs, die Schaffung eines Grünstreifens für den Langsamverkehr sowie ein umfangreiches Projekt zur Umnutzung des urbanen Raums.
 
Der Bau des neuen Bahnhofs von Châtel-St-Denis und der neuen Bahnstrecke wird die Einführung des Halbstundentakts für die RER-Züge zwischen Bulle und Palézieux (S50) ermöglichen. So wird die Verbindung Châtel-St-Denis – Lausanne und – Bulle an Werktagen mit einer Fahrzeit von lediglich 30 Minuten gewährleistet. In Palézieux wird darüber hinaus am Stundentakt festgehalten, wodurch der Vivisbachbezirk Anschluss an die Strecke Freiburg – Bern erhält. Die Buslinien werden an den Zugfahrplan angepasst. Diese Verbesserungen treten mit der Einführung des neuen Fahrplans am 15. Dezember 2019 in Kraft. Die Region wird so zu einem vernetzten Zentrum, insbesondere verbunden mit einer deutlichen Zeiteinsparung sowie einer Verbesserung des Angebots und des Service für die Reisenden.
 
Durch die Modernisierung der Bahnhöfe Remaufens, Bossennens und Palézieux können diese ab dem 1. Dezember auch von längeren Zügen angefahren werden. Ausserdem werden die Bahnhöfe an die Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes (BehiG) angepasst, wodurch die Sicherheit und der Komfort der Fahrgäste erheblich verbessert wird.
 
Das Strassenbauvorhaben ermöglicht schliesslich den Bau eines neuen Kantonsstrassenabschnitts sowie die Gestaltung und Sanierung der Avenue de la Gare. Die Verlegung und Revitalisierung des Tatrel-Bachs sind ebenfalls fester Bestandteil des Projekts. Ein Grünstreifen für den Langsamverkehr verbindet die Orientierungsschule (OS) mit dem neuen Bahnhof und sorgt so für mehr Sicherheit für die Vivisbacher Schüler.
 
Ein umfangreiches Immobilienprojekt
 
Parallel dazu führt TPF IMMO ein umfangreiches Projekt zur Neugestaltung des ehemaligen und neuen Bahnhofsbereichs durch. Das im April 2016 öffentlich aufgelegte Projekt umfasst zwei Detailbebauungspläne (DBP), in denen die Umrisse der neuen Quartiere abgesteckt werden. Strategisch in der Verlängerung des Stadtzentrums gelegen, ergänzen diese Planauflagen die städtebauliche Organisation des Stadtkerns. Sie ermöglichen eine Stärkung der Attraktivität der Gemeinde für Handel und Wirtschaft und bieten zugleich hochwertige Wohnungen. Das erste Immobilienprojekt «En Fossiaux», für das am 11. April 2018 ein DBP genehmigt wurde, betrifft das neue Bahnhofsquartier. Es sieht 160 Wohnungen und 370 unterirdische Parkplätze für 300 Bewohner vor, und soll 150 Arbeitsplätze schaffen. Das zweite Projekt betrifft das ehemalige Bahnhofsplateau und bietet an seinem Nordrand Platz für die neue Gemeindeverwaltung. Es wird rund 300 Wohnungen und 600 Bewohner aufnehmen, 120 Arbeitsplätze schaffen und 425 unterirdische Parkplätze bieten. Die Umsetzung dieser Projekte dürfte rund 15 Jahre in Anspruch nehmen.
 
Im Rahmen eines im Mai 2018 durchgeführten Architekturwettbewerbs konnten die sieben ersten Gebäude des Bahnhofsplateaus festgelegt werden. Sechs davon wurden im Juni 2019 öffentlich ausgeschrieben. TPF Immo organisierte darüber hinaus einen Wettbewerb für Generalunternehmen für den Bau eines Fernheizwerks zur Versorgung des ehemaligen und neuen Bahnhofsbereichs. Die Wärmeerzeugung wird sich zu 100 Prozent auf erneuerbare Energien stützen (Pellets). Gemeinsam mit der Gemeinde von Châtel-St-Denis wurden darüber hinaus Überlegungen zur Konzeption der öffentlichen Flächen des Bahnhofsplateaus angestossen.
 
Châtel-St-Denis, 23. Oktober 2019.

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